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Windows 10

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Windows 10

Beitragvon Dieter S » Mi 3. Mai 2017, 12:16

Hallo zusammen. Da MS (Microsoft) ja mittlerweile den Mainframe-Support eingestellt hat und nur noch registrierte Privatnutzer mit Sicherheitsupdates und Patches bedient, was ja Januar 2020 auch komplett eingestellt wird, habe ich mich mal dazu hinreißen lassen, mir das neue Windows 10 Prof. 64bit zu kaufen und zu installieren. Wer von Euch hat da auch schon Erfahrung mit gemacht ?
Die Installation und das fertig installierte Windows 10 läuft auf anhieb Super. Die Kacheln kann man abstellen und auch sonst ist es eigendlich so, wie mein gutes altes Windows 7. Die einzige Änderung ist, das MS-Updates im Hintergrund gemacht werden. Ob man will oder nicht. (Es sei den man stellt den Windows-Updatedienst komplett im "Taskmanager" , "Dienste" ab. Dann kann man jedoch auch von Hand erst wieder Updates ziehen, wenn man den Dienst wieder aktiviert. Lediglich bestimmen, wann dann die neuen MS-Updates dann installiert werden, kann man selber bestimmen.
Eigendlich keine schlechte Sache nur....kann ich mich des Eindrucks nicht erwähren, das MS schon bei der Installation nur darauf geiert, möglicht viele Daten von mir zu bekommen. Also, ein Konto bei MS zu eröffnen, die Windows-Cloud zu aktivieren, Standortbezogene Daten mitzuteilen usw. Sicher kann man das im fertigen System dann alles auch deakrivieren bzw. einfach ignorieren.
Was meint Ihr darüber ?
MfG Dieter S.

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ASUS M5A87, AMD FX4170 4,2GHZ QuadCore, ATI Radeon R7870 2GB, 512GB Solid-State HDD, 32GB G.E.I.L. RAM, BeQuiet 700Watt, Windows 7 64-bit Home Premium.
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Re: Windows 10

Beitragvon Kai S. » Sa 6. Mai 2017, 16:17

Hallo, Dieter,

dass der Mainstream-Support für Windows 7 eingestellt wurde, heißt zum Glück nicht, dass nur noch registrierte Nutzer Sicherheitsupdates erhalten. Die Sicherheitsupdates gibt es für alle Nutzer einer aktivierten Version noch bis 2020. Oder meintest Du die Aktivierung als eine Art Registrierung?

Windows 10 habe ich mir trotzdem schon während der Gratisphase installiert und schaue ab und an danach, was sich Neues getan hat.

Auch ich halte es für ein recht gelungenes Betriebssystem. Ein paar Sachen stören den "runden" Eindruck für mich aber noch etwas. Beispielsweise die Coexistenz zwischen alter Systemsteuerung und den neuen Einstellungen. Das Thema wird jedoch sicherlich im Laufe der Zeit verschwinden. Ein wenig ist das wieder wie mit den grünen Bananen, die beim Kunden reifen. Aber das sind wir Nutzer mittlerweile ja gewohnt.

Aber das neueste Betriebssystem aus Redmond bietet einiges an Möglichkeiten, noch richtig gut zu werden.

Mit den Daten und Deinem Eindruck dazu liegst Du, denke ich, aber auch nicht falsch. Von Hause aus sind die meisten Einstellmöglichkeiten, nennen wir es mal, sehr "microsoftfreundlich" eingestellt, wobei der Hersteller hier schon, auf entsprechende Rückmeldungen aus der Nutzerschaft und der Presse hin, korrigiert hat. Es bieten sich nun etwas mehr Möglichkeiten, etwas weniger an Daten Richtung Hersteller zu "pusten". Auch ein wenig mehr Licht ins Dunkel dazu, welche Daten erhoben werden und was so alles mit den gesammelten Daten passiert, hat Microsoft mittlerweile ja gebracht. ;)

Es stellt sich also, wie immer, die Frage, ob man bereit ist, für die Bequemlichkeit und ein wenig mehr an Komfort, alles Mögliche an Daten herauszurücken. Wenn ich mich in meiner Umgebung so umschaue, dann ist die Antwort für die meisten offenbar klar: "Ja!".

Aber das ist allgemein mittlerweile ein Thema geworden. Wie viele Leute teilen in den "sozialen" Netzwerken wirklich jeden Handschlag, den sie gerade unternommen haben, mit. Das ist jedem selbst überlassen, ob er/sie das möchte, bzw. wie weit er/sie bereit ist, noch mehr als die sowieso entstehenden Daten mit der Welt zu teilen.

Bei diesem Betriebssystem bietet das Teilen der Daten zumindest einen handfesten Vorteil für Dich: Sollte es mit den Updates, die sich tatsächlich grundsätzlich nur noch verzögern und nicht mehr gänzlich verhindern lassen, Probleme geben, dann erfährt der Hersteller das recht zuverlässig.

Wenn man sieht, wie genau Windows 10 alle Hard- und Software erfasst (samt Seriennummern, etc), dann hat das für den Hersteller den Vorteil, dass er das Betriebssystem auf möglichst vielen Hardwarekonstellationen zum Laufen bringen kann. Und das wiederum kommt uns als Nutzern zugute. Das ist mit ein Grund dafür, warum das neueste Update, eigentlich ein Upgrade, nicht sofort an alle Nutzer verteilt wurde und wird, sondern in verschiedenen Zyklen ("Wellen" genannt) ausgegeben wird.

Manchmal kann das vielleicht ein Trost sein, wenn ein Update das System lahmlegt, erfährt der Hersteller durch das Datenerheben eher davon und kann gegebenenfalls, ab einer gewissen Masse an Nutzern mit Problemen, recht schnell mit einem Update dem Update "zu Leibe rücken". :-)

Ansonsten weiß natürlich nur der Hersteller selbst, was letztlich mit all den Daten tatsächlich angestellt wird, die so über die Leitungen an ihn fließen. Es ist und bleibt also ein zweischneidiges Schwert.

Wer sich dafür entscheidet, möglichst wenig Daten zu teilen, kommt natürlich auch nicht in den vollen Genuss aller Funktionen. Ohne Konto beim Hersteller ist eben beispielsweise kein Teilen der Einstellungen und Daten mit anderen Geräten auf dem ganz komfortablen Weg möglich. Es braucht dann etwas mehr Handarbeit und die guten, alten Helfer wie USB-Sticks oder Festplatten, etc. Trotzdem funktioniert Windows 10 auch ohne diese Anbindungen auf dem Gerät.

Wenn Du also zufrieden mit Windows 10 bist, dann kannst Du Dich immer noch mit dem Thema "Datensparsamkeit, ja oder nein" intensiver beschäftigen. :-)

Und noch ein kurzer Schwenk zu Deinem anderen Thema sei mir gestattet: Wie schaut es denn beim Fernsehen mittlerweile bei Dir aus? :-)

Herzliche
Grüße,

Kai S.
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Re: Windows 10

Beitragvon Dieter S » So 7. Mai 2017, 08:27

Hallo Kai. Ich meine natürlich Privatuser die ihre Version aktiviert haben. Die Registrierung ist ja keine Aktivierung sondern dient nur zu Werbezwecken seitens MS an den Kunden. Sicherlich gibt es in absehbarer Zeit auch Möglichkeiten über die Registry, die Werbung zu filtern. (Also, das Update möchte ich, das Update aber nicht usw.) Aber vielleicht ist es auch nur eine Eingewöhnung, da wir ja bis jetzt immer gewohnt waren, bestimmte Updates auszufiltern. Was gut ist, ist natürlich die Tatsache, die installierten Updates auch wieder einzelnd zu deinstallieren, wenn man möchte ! Übrigens funktionieren auch noch die alten Keys vom aktivierten Windows 7. Also einfach Win10 als ISO saugen, brennen und mit dem Win7 Key installieren und aktivieren. Klappt einwandfrei. Trotzdem hab ich mir über Eb….. eine Orig. Verschweißte Win10 neu gekauft, um es zu testen. MS will für das Win10 als Download glatte 135 Euro !!!!!!! Laufen tut bis jetzt auch alles auf Win10, ausser der Adobe Reader. Da musste ich dann die DC-Version nehmen. Das Problem mit DVB-T bzw. Analog-TV hab ich gelöst. Habe den Thread diesbezüglich aktuellisiert.
MfG Dieter S.

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Re: Windows 10

Beitragvon Kai S. » So 7. Mai 2017, 10:51

Hallo, Dieter,

dann habe ich Dich oben richtig verstanden bezüglich Aktivierung und Registrierung. Danke für die Klarstellung.

Dass Microsoft hier diesen Schritt mit den Updates geht, kann ich einerseits schon nachvollziehen.

Zu dem Problem, dass das Betriebssystem auf so gut wie jeder Plattform laufen soll, kam das Problem, dass jeder seine Vorlieben und Abneigungen gegen bestimmte Updates hatte (mal mit, mal ohne besonderen Grund). Dementsprechend gab es eine unüberschaubare Anzahl an Varianten, von mehr oder weniger "geflickten" Versionen. Wenn dann ein Problem aufgetreten ist, war Hilfe teils nur schwer durch den Hersteller zu liefern. Deshalb gehe ich auch zunächst einmal nicht davon aus, dass es von Seiten des Herstellers in absehbarer Zeit die Variante geben wird, einzelne Updates gänzlich auszuschließen.

Von dritter Seite aus ja, wie von Dir schon erwähnt, durch Eingriffe in die Registrierung. Die Sinnhaftigkeit dieser Maßnahmen einfach mal dahingestellt. Zumal voraussichtlich mit jedem Upgrade des Betriebssystems ("Windows as a Service"), diese selbst erstellten Änderungen wieder, zugunsten eines ziemlich einheitlichen Systems, "weggebügelt" werden dürften. Deshalb geht Microsoft auch recht rabiat, oder positiv formuliert konsequent, mit Programmen um, die solche Änderungen, ob gewollt oder ungewollt, herbeiführen. Sie werden per Update "entsorgt". ;)

Andererseits empfinde ich genau diese Updatepolitik auch als nicht unproblematisch. Voraussichtlich wird es ja so sein, dass der Hersteller bei Problemen mit den Updates davon durch die gesammelten Daten erfährt. Wenn in großen Firmenumgebungen die PCs stillstehen nach einem Update, wird Microsoft vermutlich sehr schnell mit einem weiteren "Flicken" das Problem in Ordnung bringen, weil man es sich mit größeren Kunden nicht verscherzen will und darf. Der einzelne Privatnutzer (eventuell sogar mit einem selbst gebastelten PC mit selteneren Komponenten) hat diesen Druck auf den Hersteller nicht und wird voraussichtlich länger warten müssen, bis sein PC wieder funktioniert, weil er sich, ohne Drittmittel, kaum gegen die Updates wappnen kann. Er kann sie eben lediglich später installieren lassen. Dies geschieht dann in der Hoffnung, dass das eigene Problem vielleicht schon häufiger aufgetreten ist und Microsoft daraufhin sein Update schon abgestimmt hat.

Die von Dir angesprochene Möglichkeit, einzelne Updates auch wieder zu deinstallieren, hatte man in viel größerem Ausmaß unter Windows 7 eben auch, das kennst Du ja. Wenn man dann festgestellt hat, dass es mit einzelnen Patches Probleme gab, hat man sie meistens einzeln deinstallieren und sich ansonsten über ein, soweit möglich, abgesichertes Betriebssystem freuen können.

Die Möglichkeit jetzt ist eingeschränkt, weil es sich im Regelfall um ein kumulatives Update handelt, in dem eben alle alten und die neuen Updates gesammelt enthalten sind. Du kannst es zwar deinstallieren, hast dann aber insgesamt ein System, das nicht auf dem neuesten Sicherheitsstandard ist.

Und die Updatepolitik, lediglich ein Mal (mit dem neuen kleineren, gesonderten Update seit Kurzem zwei Mal) im Monat auf bekannt gewordene Sicherheitslücken zu reagieren, ist dabei, wenn man sich anschaut, wie viel Energie ansonsten im neuen Betriebssystemsystem zur Sicherheit steckt, schon etwas verwunderlich und ebenfalls nicht unkritisch.

Trotzdem wird Microsoft voraussichtlich, wie erwähnt, von dieser Art der Updatepolitik so schnell nicht abrücken, macht es für das Unternehmen die Pflege des Betriebssystems doch deutlich einfacher. Deshalb wird ja auch, über verschiedene Methoden, das neue Betriebssystem möglichst schmackhaft (die Gratisphase war/ist eine Variante) und das alte etwas madig gemacht (zum Beispiel der Ausschluss neuerer Prozessorvarianten für das alte Betriebssystem). Klar kann man dabei geteilter Auffassung darüber sein, ob das gut für die Nutzer ist oder nicht. Aber aus der Sicht von Microsoft ist das Vorgehen nachvollziehbar und konsequent. Je schneller die Nutzer das alte System "einmotten", desto eher kann man sich ganz auf das neue konzentrieren.

Microsoft macht mit seinem neuesten Betriebssystem, in meinen Augen, vieles schon jetzt richtig. Es gibt aber, wie immer, durchaus noch Verbesserungsbedarf. Aber da es sich ja kontinuierlich verändert, werden diese Punkte vielleicht schon im kommenden Jahr kein Thema mehr sein. Ich lasse mich weiter überraschen. :-)

Deine Entscheidung, Dir eine Version neu zu kaufen, kann ich schon gut verstehen! Ich empfand/empfinde es immer als schön, einen Datenträger in den Händen halten und davon aus installieren zu können, bei allen Vor- und Nachteilen dieser Methode. Da bleibe ich gerne "altmodisch". ;-)
Grüße,

Kai S.
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